Journal von Hademarern für Hademarer um Hademare!

Montag, 27. Juni 2016

Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Freitag, 24. Juni 2016

So in den Tag gedacht ...

Ich bin immer wieder am überlegen. Da schlendert man so durch das Leben und trifft die besten Künstler. Aber Leben können sie von ihrer Kunst nicht. Warum ist das so? Eine Frage, die ich mir immer wieder einmal mehr stelle.
Natürlich, man muss von seiner Kunst leben können. Sonst ist man kein Künstler. Nicht wirklich. Denn, wer nebenbei arbeiten geht kann sich nur sehr schwer als Künstler frei durch das Leben bewegen. Irgend eine Verpflichtung gibt es ja nun einmal zu erfüllen. Miete, Strom, Wasser müssen fließen. Kunst, das Leben der Entbehrung halt.
Allerdings steht da auch ein Zahlenwerk entgegen, welches mich immer wieder in wirtschaftliches Erstaunen versetzt. Es sind die Zahlen der Künstlerversicherung. Eine gute Einrichtung in unserem Staat, wenn auch sehr, sehr stiefmütterlich behandelt. Weil der Mainstream es nicht versteht. Lieber maschinendurchgespült und nanogetaktet als Wirtschaftszombies wandelnd und auf dem Bahnsteig des Kapitalismus und die Solidarität achtlos über Bord werfend. Etwas neues verwandeln sie in Abscheulichkeit. Und genau diese Abscheulichkeit ist zu ihrem Lebensinhalt geworden.
Eigentlich braucht unsere Gesellschaft mehr lebendigen Einfluss und gesellschaftliche Aufgeschlossenheit, für ein buntes Treiben lassen. Dann könnten auch viele Künstler ihren Beitrag in die Künstlerkasse zahlen und so ihre Altersvorsorge und eventuell auch die Alterspflege finanzieren. Aber diese Zombies sind einfach nur so etwas von abgestumpft, dass es einem nur frösteln kann.
So sind meine Überlegungen, welche sich durch das Gedankengut des Zentrums für politische Schönheit bohren. Grade mit ihrem neuesten Projekt. Es ist erschreckend und schockierend zugleich, wenn sich Menschen dazu bereit erklären, sich von Tigern freiwillig fressen lassen. Absurd. Total. Unverständlich. Verwirrend. Menschen der Moderne opfern ihre Knochen im Kolosseum, um auf unsere moralverlogene Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Ein Meilenstein in dem Umdenken unserer Gesellschaft. Die brutalste Darstellung unserer Zeit. Für so etwas gibt es halt nur die Kunst. Doch wie hart ist der Wettbewerb innerhalb der Kunst geworden, sich gleich in einer Arena auffressen zu lassen? Eigentlich stelle ich mir die Kunst doch etwas romantischer vor. Mit Blut und Tod die Kunst zu belasten ist ein Tabu-Bruch! Aber auch wiederum das Paradoxe an der Kunst, will sie doch die Tabus brechen um aus dem Chaos etwas neues zu schöpfen.
"Die Kunst will das, was niemals war. Doch alles was sie ist war einmal.", ist mein Lieblingszitat für die Kunst. Einst von dem Kunsthistoriker Adorno geprägt. Und es liegt sehr viel Aussage in diesem Zitat. Zum einen ist es in der heutigen Zeit undenkbar Menschen in ein Kolosseum zu schicken. Andererseits gab es das Kolosseum bereits vor tausenden Jahren. Der Mensch hat sein verwerfliches Verhalten bis heute nicht verändert.

Heute lasse ich mich aber nicht von Löwen fressen. Heute gehe ich chillen auf dem Friedensfest in Iserlohn ... einfach mal die Seele baumeln lassen ;)

Vive l´art
euer Chris

Dienstag, 14. Juni 2016

Pispers for President!

Er ist einer der Besten!

   Mit seinem Programm ist er der aller Beste in Sachen Kabarett. Bereits mit seinem Bühnenprogramm "Bis Neulich" zeichnete er sich, durch seine Kunst gesellschaftskritisches in komisch unterhaltender Weise sozusagen dem Publikum Revue passieren zu lassen, aus. Ein durchaus kräftiges Ablachen ist dabei garantiert durch die bissige Einsamkeit des schwarzen Humors, welcher gerne durch lautem Applaus angenommen wird. Mit seinem Programm treibt er die Haarspitzen des Nackens in die Höhe mit seinem gelungenen Aberwitz, um dem Zuschauer das Wundern zu füllen statt zu leeren. Dabei darf er sich als profund Scharfsinnig bezeichnen.

"Eeeeewiges Wachstum! Ist schwierig, fragen Sie Reiner Calmund.", so fängt er an mit seinem Beitrag, den ich hier mal zum selbststreamen einbinde. Viel Spaß bei der Aufklärung, was denn nun Kapitalismus ist. Dabei ist es gar nicht mal so schwer zu verstehen, wenn er einen Löwen als Beispiel für die Wirtschaftlichkeit heranzieht.





Leider ist der Volker zur Zeit in einer Pause. Wie lange sie dauern wird, kann er nicht sagen, daher ist die Pause zeitlich unbegrenzt. Hoffentlich braucht er nicht zu lange. Der Herold liebt seine Beiträge und ist jedesmal inspiriert von ihm.




Viel Spaß in deiner Unbegrenztheit

der Herold

Samstag, 13. Juni 2015

Iserlohn: Streetfotografie-Ausstellung in der Stadtgalerie

   Die Iserlohner dürfen zufrieden sein. Denn mit der Stadtgalerie gelingt ihnen wieder einmal eine beachtliche fotografische Ausstellung. Große Namen werden dort ausgestellt und informativ begleitet. Besonders die Freundlichkeit in der Stadtgalerie ist erwähnenswert.

   Derzeitig werden Bilder von der Fotografenvereinigung "Observe Collective" ausgestellt. Es geht um internationale Straßenfotografie. Die Kunst bei der Straßenfotografie ist mit dem Fotoapparat einen Moment aus unserem Leben festzuhalten. Das Können des Fotografen liegt dabei in der ansprechenden Bildgestaltung, um den Betrachter zu bewegen sich mit dem Bild zu beschäftigen. Genügend Momente, die es wert sind festgehalten zu werden gibt es reichhaltig.

   Straßenfotografie ist in Deutschland so gut wie unmöglich, werden doch die Menschen in unterschiedlichen Situationen fotografiert. Der Fotograf muss sich von den abgebildeten Personen die Erlaubnis vorher einholen. Dann jedoch ist der eigentliche Moment vorbeigezogen. Der Fotograf erhält in Deutschland nicht die Möglichkeit einen unberührten Moment fotografisch festzuhalten. Rechtsgrundlage hierzu ist das Kunsturhebergesetz. §22 erklärt, dass das Bild nicht verbreiten oder öffentlich zur Schau gestellt werden darf. Es ist in Deutschland mittlerweile schon so weit gekommen, das eine Passantin einen Künstler auf Schmerzensgeld verklagt hat, weil er sie "heimlich fotografiert" und in einer Kunstausstellung "zur Schau gestellt" hatte. Es bleibt das interessanteste Urteil für deutsche Fotografen abzuwarten. Wegen der hohen Rechtskosten hat der Künstler einen Crowdfund eingerichtet.

Bürgermeister Ahrends am
Microfon
   Deutsche Straßen bleiben von der Fotografie größtenteils unbemerkt. Obwohl der fotografische Blick die Momente findet, muss der Finger vom Auslöser bleiben. Lediglich Personen des öffentlichen Lebens und öffentliche Veranstaltungen geben die Möglichkeit zur Fotografie und das auch nur eingeschränkt.

   Paradoxer Weise kürte Iserlohns Bürgermeister, Dr. Ahrens, am 13.06.20.15 Straßenfotografen aus aller Welt. Sogar der Iserlohner Fotograf Michael May war zugegen. In der Ausstellung sind Bilder von Frankreich, England, Italien, Thailand, Indonesien, USA, Kanada und andere Länder zu sehen. Nicht jedoch Bilder aus Deutschland. Als besondere Idee wurde die Prämierung von Bildern auf einer Baustelle der IGW in der Kluse erdacht. Da die Ausstellung unter dem Namen UNDER CONSTRUCTION durch die Baustellenatmosphäre einen besonderen Flair erhalten sollte.

   Sehr viele Bürger, die Hälfte davon mit eigener Kamera bewaffnet, trafen ein. Festes Schuhwerk war für die "Baustellenbegehung" im Vorfeld empfohlen worden. Stehtische boten Infomaterial, Gummibärchen, Wasser, Cola und alkoholfreies Bier zur Selbstbedienung. Das Tablett mit dem obligatorischen Sektchen kreiste durch die Menschenmenge. Vor der Baustelle war eine mobile Würstchenbude gestellt.


Überfüllte Baustelle verhinderte den ungestörten Blick auf die eigentlichen Exponate.
   Zu dumm nur, das für den Besucherandrang die Baustelle viel zu unterdimensioniert war. Ein entspanntes Betrachten der Bilder war nicht wirklich möglich. Teils stellten sich Vollpfosten direkt vor die Bilder, um sich mit Bekannten zu unterhalten und sich gegenseitig eigene Bilder auf Kameramonitor anzuschauen. Das Platzangebot wurde zudem noch durch Betonstützen eingegrenzt. Optisch machte die Veranstaltung selbst daher nicht besonders viel her. Schade, denn es sind wirklich gute Bilder, die in einem solchen Trubel nicht die Beachtung finden, wie sie sollten. Die Idee eine solche Veranstaltung auf einer Baustelle auszurichten und die Bilder auf eine LKW-Plane zu drucken ist dennoch geglückt gewesen.

Und hier der Klick für weitere Infos über die bis zum 26. Juli 2015 laufende Ausstellung in der Stadtgalerie Iserlohn.

Freitag, 5. Juni 2015

Heute soll das Wispa werden. Frisch gefeiert, Bier zur Hand.



Für bestes Wetter zum feiern ist von höchster Stelle bereits gesorgt. Das Bier steht kalt. Die Musiker scharren mit den Hufen. Die Gäste sind herzlich Willkommen beim heutigen Wispa Festival(chen) 2015 in Deilinghofen auf der Wiese.


Klick mal hier für Einladung und Anfahrtsplan und so ...

Montag, 1. Juni 2015

Wispa Festival(chen)

   Das neueste Plakat, welches uns frohe Kund tut in geselliger Runde uns einen gemütlich hinter die Binde zu gießen, ist wohl mehr als Gelungen.

   Denn es zeigt zum einen, das der Verein seit dem Tod des Gründungsvaters Hemeraner Kultur seine Hausaufgaben gemacht hat und den versprochenen Weg "Back to the Roots" umsetzt. Zwar ist uns in diesem Jahr nur ein Festival(chen) von einem Tag beschert. Doch aufgrund der finanziellen Probleme der vergangenen Jahre wegen stetig steigenden Ausgaben, welche durch den ausbleibenden Programmwechsel nicht kostendeckend geführt werden konnten, bleibt uns die Kernaussage vom Wispa erhalten. Zum anderen ist das Plakat stylish auf den Punkt gebracht und erinnert an alte Hippie-Zeiten.

   Ein kurzes, knappes Programm auf bezahlbarer Wiese in erreichbarer Nähe (Deilinghofen!) bleibt und erinnert an die Anfänge, wo alle Spaß am Improvisieren hatten um Partie selber zu machen. Denn mitfeiern heißt auch mithelfen. Und so ruft der Verein mit vereinten Kräften zum gemeinsamen Gelage oder zum Lustwandeln über die Wiese mit hausmacher Livemusik.

   Für echte Wisparaner eine Pflichtveranstaltung mit Wohlfühlatmosphäre. Lediglich die Getränkepreise sind höher, als bei Tüffel am Kiosk um zwei Ecken. Dafür entschädigt die frisch gemachte Musik mit freiem Eintritt und Künstlern "zum anfassen". Denn dieses Festival ist nach wie vor familiär eingestellt, Kinderfreundlich und Tierlieb.

"Time To Dream"

"Time To Dream" Christoph Diederich ©2015

Mittwoch, 13. Mai 2015

Kochen ist auch nur ein Handwerk!

... sei DANK! Denn, auch für den kleinen Geldbeutel gibt es schön lecker zu futtern. Aldi weckt den Italiener in dir. Und das die Italiener eine super Küche haben, wissen schon viele. Besonders bei warmen Wetter liegt das Italienische wesentlich besser im Darm, bietet alle Näherungswerte bei einem Fläschchen Vino und garantiert einen erfolgreichen Tag!

Sonntag, 8. März 2015

Lok rockt schon mal in den Frühling!

   Wie der Herold bereits über die Eröffnung des Lokvogels berichtetete, knüpft das altbewährte Geschäftskonzept Rock in Hemer weiterhin am Erfolg an.

   Eine Menschenmasse war wieder einmal zu zählen und alle hatten Spaß am Abend frisch gemachter Musik vergangenen Samstag, den 07. März 2015.

   Alles in allem ist Hemer mit dem Lokvogel in Neubesetzung nach wie vor auf dem Weg die erste Adresse auch für die Punk&Rock-Szene im nördlichen Sauerland zu werden und bietet seine feuchten, wie auch fröhlichen Abende unter Freunden in voller Fahrt an.

   Angekündigt wurden für den Abend zwei Bands. "Sinnlos laut" gaben ihr Debüt. Die Musiker sind bekannt, spielen aber in dieser Besetzung unter neuem Bandnamen. Erfreulich Benny mal wieder an Gitarre und Mikro zu sehen und zu hören.

Der Herold empfiehlt dazu ein frisch gezapftes Bier.

Die Band "SINNLOS LAUT" mit ihrem gelungenem Debüt



















   Die Combo heizte ordentlich ein und übergab dann die Bühne an O´PhRENIC, welche dem Publikum weiterhin einen stimmungsvollen Abend garantierte.






So schauen glückliche Gäste aus!


Freunde der Musik
   Alles in allem ein super Abend. Wer übrigens eine Brille findet, darf sie gerne im Lok abgeben!

   Die nächste lohnende Weiterfahrt für Freunde frisch gemachter Musik ist übrigens auch noch diesen Monat mit der bekannte Band IRISH MAIDEN. Genaueres erfahrt ihr in der Kneipe eures Vertrauens.







"Helene Fischer? Die gibt´s hier nicht!"

Kennen Helene Fischer nicht und setzten lieber
auf "Sinnlos laut": Tim & Markus

Samstag, 24. Januar 2015

Fingerprints In The Virgin Snow

Fingersteps In The Snow
On a day with snow in Januar15 in the next millennium of mankind. The question of: What has changed over the primeval times? Or the sense of beauty of nature has yet changed?

©2015 Christoph Diederich Hemer

Freitag, 26. Dezember 2014

Ein schönes Geschenk, nicht nur zu Weihnachten!

Der Herold fotografiert liebend gerne und versucht sich in diesem Bereich stets handwerklich. Das Licht ist das Material, die Kamera das Werkzeug.

   Doch nicht immer sind es die neuesten Werkzeuge (Kamera, Objektiv, Stativ, Blitze, Schirme, Softboxen etc.), welche die Qualität des Bildes ausmacht. Viel mehr geht es um das eigentliche Können, Werkzeug im Einklang mit Licht einsetzen zu können, um eine Stimmung generieren zu können. Und da kommt es durchaus vor, das andere Menschen mit teuerstem und bestem Equipment den wirklich guten Fotografen nacheifern. Leider dann auch zu oft mit der Erkenntnis, das sie mit der teuersten Kamera nicht mal die grundlegendsten Handgriffe beherrschen. 

   Wohl dem, der zu der Erkenntnis kommt die Komplexität der Materie Licht nicht zu verstehen, weil doch sehr technisch physikalisch gedacht wird. Sich dann doch eine kleine Cam besorgen, und den Boliden wieder mit finanziell schmerzlichem Einschnitt als Lehrgeld abstoßen. Für alle Anderen, die mit der 1000V Vorstellung doch kein Licht ins Oberstübchen bringen können, soll die Freude an dem Abfotografieren der neuen Kamera das Beste sein. Tabletop ist auch eine feine Form der Fotografie, wenn man den Dreh raus bekommt.

Es zählt die Geduld und das Standvermögen des Fotografen

   Um ein ansehnliches Bild hinzubekommen braucht man halt eben etwas, das man sich mit Geld nicht kaufen kann und sich mühsam erarbeiten muss. Denn, wie allseits bekannt sein sollte, setzten die Götter vor dem Erfolg den Schweiß! Üben, üben, üben. Viele Rückschläge in Kauf nehmen und doch immer am Ball bleiben und fragen, fragen, fragen. Es gibt genügend Fotografen, die hilfreiche Unterstützung im WWW bieten. Allein auf Nachfrage in der Bildbesprechung und den Antworten der Fotografen über ihre eigenen Bilder, hat der Herold das Fotografieren ein wenig lernen können. Lernen sollte man nämlich in erster Linie das Nachfotografieren, sozusagen das "abmalen" eines schon vorhandenen Bildes, welches der Urheber dem Anfänger erklärt. Grade Anfänger sind es, die die zahlreichen Möglichkeiten ihrer Kamera zu Weihnachten feiern, ohne zu wissen, wofür die ganzen Knöpfe am Gehäuse sind und das man die Kamera manuell einstellen sollte, damit man die besten Ergebnisse einfangen kann. Als erstes muss ein Handwerker erst einmal lernen, welcher Knopf für welche Aufnahmesituation da ist. Denn so unterschiedlich das Licht sein kann, so unterschiedlich kann auch die Einstellung an der Kamera sein. Zu Anfang entstehen erst einmal zahlreiche Bilder von dem neuen Werkzeug. Hunderte Bilder zeigen Kameras out-of-boxing. Die eigentliche Fotografie tritt über die weihnachtliche Freude komplett in den Hintergrund, so groß ist die Freude. Wohl dem, der in nächster Zeit dieses wirklich schöne Geschenk auch nutzen wird, statt "keine Zeit" zu haben.

Die Ästhetik kommt nicht zum Schluss

   Fotografie kann die Seele beruhigen oder einen wieder richtig hoch bringen. Fotografie vermittelt unterschiedliche Lebensgefühle. Vorausgesetzt, man bleibt am Ball und lernt erst mal, wofür denn nun die ganzen Knöpfe am Gehäuse sind. Die Inspiration kommt dann mit dem Verständnis von Licht und Kamera. Im Laufe der Zeit versteht man, das man nicht mit seinen unausgebildeten Vorstellungen ein ansprechendes Bild machen kann. Die Ästhetik baut sich auf die Malerei auf. Die ersten Fotografen haben sich mit den Malern unterhalten und sich den Bildaufbau erklären lassen. Denn die Malerei ist die wohl älteste bildende Kunst. Die Fotografie ist im Gegensatz zur Malerei nicht einmal zweihundert Jahre alt. Lichteinfall, Farbwirkung und Bildschnitt geben dem Gemälde die eigentliche Wirkung. Und da die Fotografie auch im Urheberrecht immer noch als Lichtbild, also als kunstvolles Gemälde, genannt wird, sollte man sich von vornherein mit der Bildästhetik auseinander setzen. Die Frage ist dabei: Was ist Ästhetik?

   Die Ästhetik wird uns in erheblichem Teil gesellschaftlich vorgegeben. Es sind Ausstellungen von berühmten Fotografen und die zahlreichen Museumsbestände, die man sich in inspirierender Weise anschauen kann und auch sollte. Auch gibt es zahlreiche Wettbewerbe. Denn, ein Fotograf, der etwas auf sich und seine Kunst hält, wird sich immer an den Größen messen wollen. Ein paar bekannte Namen kursieren immer wieder in Fotografenkreisen und werden zur Erklärung genannt. Doch es gibt sehr viele Fotografengrößen, welche zwar in Museeumsbeständen schlummern, aber nicht bekannt sind. Hier hilft oft ein schönes Buch!

Buchempfehlung

   Um genau solche ein Buch freute sich der Hademare Herold zu Weihnachten, das er von seinen Lieben geschenkt bekam. Irgendwann in der Vorweihnachtszeit schlich der Herold mit seinem Weib durch die Nachbarstadt Iserlohn, im hektischen Treiben einer aufstrebenden Möchtegerngroßstadt, mit nicht ganz einmal 100.000 Einwohnern eine Metropole im Sauerland.

   In einem Buchhandel stolperte der Herold durch die Gegend, auf der Suche nach einer Bekannten, die jedoch in Mittagspause war und fiel über ein fotografisches Bilderbuch. Kein großer, erklärender Text über die Entstehung der Bilder. Keine große, seitenlange Erklärung über die Fotografen. Das Buch besteht aus über 300 Bildern. Diese Bilder reihen sich, wie Perlen an einer Schnur, zu einem Einblick des Ruhrgebietes der 50er Jahre, des letzten Jahrhunderts, als die Hochzeit der Industrialisierung direkt nach den Kriegsjahren erneut seine zarten Knospen austrieb und die Menschen den Druck der Kriegsjahre durch Lebenfreude verdrängten. Nicht, dass das Leben zu dieser Zeit besonders luxuriös war und den Menschen viele Entbehrungen im Alltag abverlangten, aber genau das zeigen die Bilder dieses Buches in einer absolut gelungenen Zusammenstellung, wobei alle Bilder als eine perfekte Fotografie genannt werden dürfen.

Im Vorwort des Buches heißt es:

   "Koks und Cola" versammelt die schönsten und interessantesten Fotografien aus dem Fotoarchiv des Essener Ruhr Museums zu einem warmen, lebendigen Porträt einer vergangenen Zeit - eine Reise in die 1950er Jahre des Reviers. 
   Mehr als dreihundert Bilder, großformatig in Schwarz-Weiß und Farbe, ausgewählt aus mehr als hundertfünfzigtausend Negativen und Vergrößerungen, viele von ihnen neu entdeckt und bisher unveröffentlicht.
   Ein umfassender und anrührender Blick auf das Leben und den Alltag einer Region, die der Motor des Wirtschaftswunders war: Arbeit, unter und über Tage, die Trümmer der Nachkriegszeit, der Enthusiasmus des Aufbaus, der Genuss von wohlverdienter Freizeit nach Feierabend. Ruß, Qualm und die Hitze am Hochofen werden ebenso spürbar wie Hoffnung, Anstrengung und Stolz in den Gesichtern der porträtierenden Menschen.
   Ein Bildband über eine Zeit, über eine Region und über ihre Menschen.

Ein einfacher Einblick in das Buch



















Danksagung

   Der Herold steht in der Liebe von seinem Weib. Ihre Aufmerksamkeit, ihm auf dem gemeinsamen Weg einen Wunsch von den Augen abgelesen zu haben, wird der Herold mit einer neuen fotografischen Perspektive hoffentlich belohnen können. Denn, der Herold ist ein großer Freund der alten analogen Fotografie. Die Schlichtheit der Bilder, die eine Situation auf den Punkt genau trifft, angefertigt ohne große Automatisierung oder Elektronik mit analogen Kameras auf Film gebannt, haben für den Herold eine magische Anziehungskraft. Es sind DIESE Fotografien, die das Gewerk zur Kunst werden lässt und mehr als nur eine Erinnerung hervor bringt, sondern die Kreativität inspiriert. Die Sichtweise des Herolds wird sich nachhaltig ändern :)

Freitag, 19. Dezember 2014

"Stürmische Nacht" Christoph Diederich ©2014

"Stürmische Nacht"
Christoph DiederichNachtaufnahme vom 19.12.2014


Schlaflos in einer stürmischen Nacht aus der Langeweile in Einsamkeit heraus. Man ist wach und hat viel Zeit für den Blick aus dem Fenster in die Dunkelheit. Was mag wohl in der Dunkelheit stecken? Die Kamera macht es mit einer Langzeitbelichtung möglich, die Dunkelheit zum Tag zu machen. Das Auge kann durch Technik seine Wahrnehmung erweitern.

Montag, 8. Dezember 2014

Petition zur Befreiung der Weihnachtsmärkte von der GEMA-Gebühr

"Oh du fröhliche, oh du selige Weihnachtszeit"



   Wer kennt sie nicht. Die sinnlichen Lieder auf den Weihnachtsmärkten. Viele Menschen drängen sich, teils hecktisch, teils sinnlich, durch die Budengassen und genießt das Bad in der Vorweihnachtszeit. Viele Naschereien finden ihre Freude und wenn es kalt wird, hilft der Glühweinstand zum warm werden. Im Hintergrund läuft, mehr unbemerkt, die passenden Klänge, als Musikteppich für das freudige Erlebnis.

   Kein Mensch denkt in diesem Moment daran, das die hohen Preise dieses jährlich großartigen Ereignisses, als Abschluss des mehr oder minder erfolgreichen Jahres, nicht in voller Höhe an die Budenbetreiber fließen. Einen großen Teil der Einnahmen müssen die Budenbetreiber erst einmal an die Stadt, in Form der Platzmiete, fließen lassen. Und ein großer Teil dieser Gelder fließen auch in völlig andere Kassen, als in die Kommunalen.

   So z. B. die Musikkünstlerkasse GEMA. Bei jeder Veranstaltung bietet die GEMA ihre Dienste als Umfairteiler von Geld an. Künstler, die ihre Musik durch die GEMA geschützt haben, sind an jeder Veranstaltung beteiligt, auf der Musik auch im Hintergrund gespielt wird. Die Gäste bemerken nicht, das die Veranstalter ein ordentliches Sümmchen in Rechnung gestellt bekommen, um Künstlertantieme zahlen zu können.

   Grundsätzlich ist der Gedanke der GEMA richtig. Aber immer mehr sind in "Zeiten leerer Kassen" die Rechnung für die Veranstalter nicht mehr nachvollziehbar. Besonders trifft dieses die kleinen Weihnachtsmärkte, die mit "traditionellem" Liedgut unter horrenden Rechnungen in die prekäre Situation geführt werden. Obwohl im Vordergrund dieser Kleinstveranstaltungen das gesellschaftliche Ereignis des Weihnachtsfestes ist. Jingle Bells is not for free!


   Hierzu gibt es nun die folgende Petition im Internet:
Sehr geehrte GEMA, 
wir alle wissen, dass Sie als übergeordnete Organisation die Rechte von Künstlern und Komponisten vertreten. Alle Jahre wieder gibt es auf den Weihnachtsmärkten der Republik das gleiche Dilemma. Schausteller, Kommunen und Städte kalkulieren die Kosten für die jeweiligen Märkte durch. Ein großer Posten macht dabei die Abgabe an Sie, liebe GEMA aus. Kosten für Musik, die entweder live oder über Lautsprecher verteilt auf dem Markt abgespielt wird. Lieder, welche aus der Feder von Komponisten stammen, die sich zu Lebzeiten keine Gedanken über die Aufgaben einer GEMA gemacht haben. Weihnachtslieder sollen das Gefühl von Familie, Liebe oder Zusammenhalt vermitteln - und nicht das Gefühl von Kommerz. Auf Weihnachtsmärkten sollte "Stille Nacht - heilige Nacht" erklingen und nicht stille Nacht sein, weil sich keiner die GEMA-Gebühren leisten kann. Wir fordern Sie daher auf, die GEMA-Gebühren für Weihnachtsmärkte zukünftig zu erlassen, um den Sinn und die Ideologie eines solchen Marktes am Leben zu erhalten.

Wer sich an dieser Idee beteiligen möchte, findet die Petition zur Unterzeichnung mit folgendem Link:




Das Krähenhaus

"Das Krähenhaus"
©hristoph Diederich, Hemer 2014

   Teilansicht der Fassade des Rathauses in Hemer. Architektonisches Betongebäude, erbaut im Stil der 70ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Samstag, 29. November 2014

Top Video!

Manchmal ist der Herold ziemlich erschrocken, in welch kurzer Zeit ein paar Bilder die Meinung bewegt. Dieses Video ist nur 1 3/4 Minuten lang. Doch seht selbst, welche Botschaft in dieser kurzen Zeit vermittelt wird. Denken wir an das Heute, denn es gibt uns die Möglichkeit unser Morgen zu gestalten.