Journal von Hademarern für Hademarer um Hademare!

Montag, 27. Juni 2016

Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Friedensfest 2016 in Iserlohn

"Summertime In Peace" ©2016

Friedensfest Iserlohn im Jahre 2016


"Summertime In Peace"

   So manch ein Sommer kann die Lebensfreude nur mit dem gemeinsamen feiern und fröhlich sein ausdrücken. Der ausgelassene Charaktertanz vom Pogen bis zum Freestyle vor der Bühne gehört genau so dazu, wie die Bierbankpotatoes, Hula Hoop Dancer und Jongleure im Hintergrund. Viele Menschen trafen sich hierzu auch am vergangenen Wochenende, um drei Tage lang wieder völlig ausgelassen eine der friedlichsten Veranstaltungen der gesamten Region zu besuchen, wenn nicht sogar die friedlichste Veranstaltung von allen. Und das alles, mit Höhen und Tiefen und der immer gleichen Freude am Frieden seit sage und schreiben 26 Jahren!

   Respekt, vor solch einer Lebensleistung. Denn, dass Friedensfest hat seinen ursprünglichen Wert für die Stadt Iserlohn immer wieder durchsetzen müssen. Behördengänge, Absprachen, Rücksprachen, Sitzungen, Gäste bewirten für die zahlreichen Nebenveranstaltungen, Improvisationstalent fördern, Menschen zusammenführen, Kollegialität erhalten und weiter ausbauen, Freundschaften schließen, erhalten und auch vertiefen. Oder einfach mal für den anderen einen Nagel in die Wand schlagen oder einen Schrank tragen. Das ist soziales Miteinander! Konflikte werden gemeinschaftlich Hand in Hand gelöst und nicht geschaffen oder erhalten.

   Ein riesiges Netzwerk an sozialem Zusammenhalt weit in den privaten Bereich hinein, von denen man wirklich behaupten darf Stolz auf eine solche Freundschaft zu sein. Den meisten Besuchern ist dieser Hintergrund immer wieder ein Rätsel. Wie schaffen die das Festival bloß? Wo die Musiker nicht einmal eine Gage in Euro erhalten, sondern einfach nur zum gemeinschaftlichen Spaß in einer friedlichen Atmosphäre spielen. Wo auch mal ein Gästebett im eigenen Haus bereit gestellt wird und das Frühstück noch ans Bett gebracht wird. Ganz einfach! Mit purer Freude am Leben und besonders am friedlichen Zusammenleben, über die Veranstaltung hinaus als tagtägliche Lebensüberzeugung, weit über die Grenzen von Iserlohn hinaus. Doch so einfach ist das Leben damit nun auch nicht. Denn, es gibt DIE NACHBARN!

Zapfenstreich war angesagt!

Störung mangels Absprache

   Nur doof, wenn der friedlichste nicht in Ruhe leben kann, wenn es der Nachbar nun einmal nicht will. Zu dumm, wenn wegen der Baustelle zwischen Stadt- und Bauernkirche der seit fünfundzwanzig Jahren übliche Standort nicht genutzt werden konnte und die Friedensaktivist*innen ihrem Nachbarn, dem Schützenvolk, zu nahe auf dem Pelz gerückt sind. Direkt vor ihren Füßen auf der Wiese unterhalb der Alexanderhöhe. Haben sich die beiden Veranstalter vom IBSV und vom Friedensplenum leider nicht vorab besonders auf den Ablauf beider Veranstaltungen parallel zueinander verständigen können. Und dumm nur, wenn man Frieden feiert, es dann auch mal lauter von statten geht. Es wird gerockt, es wird geschrieen, es knallen die Bässe, es jaulen die Gitarren. Wie kann man so einen Krach denn überhaupt aushalten und das auch noch als Frieden verkaufen? So dachten sich bestimmt die Nachbarn auf der Höhe. Aber beim Friedensfest geht es nicht um Helene Fischer oder irgend welche kommerziellen Hintergründe.

... das geht nun wirklich nicht!

   Frieden braucht keinen Eintritt kosten, wenn alle solidarisch sich ihr Bierchen vom Bierstand kaufen, wenn die Bratwurst oder irgend ein Tofu-Gedöhns vom Stand gekauft wird, wenn man wegen dem Spaß auch mal einen Euro oder zwei oder zehn in den Hut wirft (oder einfach nur mal den Flaschenpfand spendet). Geben macht Spaß, wenn der Spaß stimmt. Und am Ende wird der Überschuss auch für einen humanitären Zweck gespendet. Ob der Schützenverein auf Grund seiner desolaten Haushaltsführung den Frieden als Konkurrenz ansieht bleibt einmal mehr dahin gestellt. Jedenfalls geht der Streit immer vom Nachbarn in bevormundend uniformierter Weise aus. Lieber stellt der IBSV die "Gegenveranstaltung Anti-Schützenfest" in Frage und greift damit auch den Frieden an. Es war den Schützen zu laut! Übertünchte dieser laute Krach die zeremonielle Totenwache. Die Friedenskultur-Guerillas haben es doch tatsächlich geschafft die Schweigeminute für die Toten musikalisch mit anarchistischen Tönen zu begleitet. DAS GEHT NUN WIRKLICH NICHT: DAS ORDNUNGSAMT MUSS DEN STECKER ZIEHEN!

Der Frieden fest verankert in unserem Rechtsstaat

   Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass der Frieden in unserem Land ein Teil unseres Rechtsstaats ist, wenn man sich für dieses gewichtige Thema solidarisch einsetzt und den Amtsschimmel mit ordentlich gestellten Anträgen bemüht. Das haben die Schützenbrüder doch tatsächlich gemerkt. Mal eben das Ordnungsamt anrufen, um den Stecker ziehen zu lassen? Ging nicht! Alle Anträge zur Erlaubnis waren von der Stadtverwaltung dem Friedensplenum erteilt worden. Die "Lizenz zum Krach" machen lag vor. Stecker ziehen ist nicht mal eben so. Denn auch der fast schon minutiöse Ablauf des Festivals im Line-Up garantiert den geordneten Ablauf, den dieser Frieden ebenso braucht wie das Schützenfest selber. Nur halt eben mit anderer Musik und mit ohne Uniform, auf einer freien Wiese. Es geht auch anders und ist auch immer eine Geschmacksfrage. Eines ist in diesem Streit zwischen IBSV und Friedensplenum aber bestimmt sicher: Dieser seit über einem viertel Jahrhundert währende Streit wird niemals enden.

Wieder und wieder im Einsatz für den Frieden

   Das Friedensplenum pflegt die Internetpräsenz permanent. So sind die aktuellen Nachrichten rund um die aktive Teilnahme immer über das Netz für jeden zu finden.




Nachträglich angehangene Infos:







Freitag, 24. Juni 2016

So in den Tag gedacht ...

Ich bin immer wieder am überlegen. Da schlendert man so durch das Leben und trifft die besten Künstler. Aber Leben können sie von ihrer Kunst nicht. Warum ist das so? Eine Frage, die ich mir immer wieder einmal mehr stelle.
Natürlich, man muss von seiner Kunst leben können. Sonst ist man kein Künstler. Nicht wirklich. Denn, wer nebenbei arbeiten geht kann sich nur sehr schwer als Künstler frei durch das Leben bewegen. Irgend eine Verpflichtung gibt es ja nun einmal zu erfüllen. Miete, Strom, Wasser müssen fließen. Kunst, das Leben der Entbehrung halt.
Allerdings steht da auch ein Zahlenwerk entgegen, welches mich immer wieder in wirtschaftliches Erstaunen versetzt. Es sind die Zahlen der Künstlerversicherung. Eine gute Einrichtung in unserem Staat, wenn auch sehr, sehr stiefmütterlich behandelt. Weil der Mainstream es nicht versteht. Lieber maschinendurchgespült und nanogetaktet als Wirtschaftszombies wandelnd und auf dem Bahnsteig des Kapitalismus und die Solidarität achtlos über Bord werfend. Etwas neues verwandeln sie in Abscheulichkeit. Und genau diese Abscheulichkeit ist zu ihrem Lebensinhalt geworden.
Eigentlich braucht unsere Gesellschaft mehr lebendigen Einfluss und gesellschaftliche Aufgeschlossenheit, für ein buntes Treiben lassen. Dann könnten auch viele Künstler ihren Beitrag in die Künstlerkasse zahlen und so ihre Altersvorsorge und eventuell auch die Alterspflege finanzieren. Aber diese Zombies sind einfach nur so etwas von abgestumpft, dass es einem nur frösteln kann.
So sind meine Überlegungen, welche sich durch das Gedankengut des Zentrums für politische Schönheit bohren. Grade mit ihrem neuesten Projekt. Es ist erschreckend und schockierend zugleich, wenn sich Menschen dazu bereit erklären, sich von Tigern freiwillig fressen lassen. Absurd. Total. Unverständlich. Verwirrend. Menschen der Moderne opfern ihre Knochen im Kolosseum, um auf unsere moralverlogene Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Ein Meilenstein in dem Umdenken unserer Gesellschaft. Die brutalste Darstellung unserer Zeit. Für so etwas gibt es halt nur die Kunst. Doch wie hart ist der Wettbewerb innerhalb der Kunst geworden, sich gleich in einer Arena auffressen zu lassen? Eigentlich stelle ich mir die Kunst doch etwas romantischer vor. Mit Blut und Tod die Kunst zu belasten ist ein Tabu-Bruch! Aber auch wiederum das Paradoxe an der Kunst, will sie doch die Tabus brechen um aus dem Chaos etwas neues zu schöpfen.
"Die Kunst will das, was niemals war. Doch alles was sie ist war einmal.", ist mein Lieblingszitat für die Kunst. Einst von dem Kunsthistoriker Adorno geprägt. Und es liegt sehr viel Aussage in diesem Zitat. Zum einen ist es in der heutigen Zeit undenkbar Menschen in ein Kolosseum zu schicken. Andererseits gab es das Kolosseum bereits vor tausenden Jahren. Der Mensch hat sein verwerfliches Verhalten bis heute nicht verändert.

Heute lasse ich mich aber nicht von Löwen fressen. Heute gehe ich chillen auf dem Friedensfest in Iserlohn ... einfach mal die Seele baumeln lassen ;)

Vive l´art
euer Chris

Dienstag, 14. Juni 2016

Pispers for President!

Er ist einer der Besten!

   Mit seinem Programm ist er der aller Beste in Sachen Kabarett. Bereits mit seinem Bühnenprogramm "Bis Neulich" zeichnete er sich, durch seine Kunst gesellschaftskritisches in komisch unterhaltender Weise sozusagen dem Publikum Revue passieren zu lassen, aus. Ein durchaus kräftiges Ablachen ist dabei garantiert durch die bissige Einsamkeit des schwarzen Humors, welcher gerne durch lautem Applaus angenommen wird. Mit seinem Programm treibt er die Haarspitzen des Nackens in die Höhe mit seinem gelungenen Aberwitz, um dem Zuschauer das Wundern zu füllen statt zu leeren. Dabei darf er sich als profund Scharfsinnig bezeichnen.

"Eeeeewiges Wachstum! Ist schwierig, fragen Sie Reiner Calmund.", so fängt er an mit seinem Beitrag, den ich hier mal zum selbststreamen einbinde. Viel Spaß bei der Aufklärung, was denn nun Kapitalismus ist. Dabei ist es gar nicht mal so schwer zu verstehen, wenn er einen Löwen als Beispiel für die Wirtschaftlichkeit heranzieht.





Leider ist der Volker zur Zeit in einer Pause. Wie lange sie dauern wird, kann er nicht sagen, daher ist die Pause zeitlich unbegrenzt. Hoffentlich braucht er nicht zu lange. Der Herold liebt seine Beiträge und ist jedesmal inspiriert von ihm.




Viel Spaß in deiner Unbegrenztheit

der Herold